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KI – wie Kommunikative Intelligenz – Andrea Roth

KI muss nicht künstlich daherkommen, sondern kann ganz praktisch das Ergebnis menschlicher Erfahrung sein.
Erfahren Sie mehr über gute Kommunikation von Kommunikationschefs, die hautnah selbst erfahren haben, wie es geht – in meinem neuen Blog „KI – wie Kommunikative Intelligenz“

Drei Fragen – dieses Mal an: Andrea Roth, Medienchefin FC Basel

Die jungen Spieler des FCB stehen unter genauer Beobachtung, auch wenn sie ganz privat sind – was heisst das für das eigene Krisenmanagement?
Wir geben unseren Spielern immer wieder mit, dass wir von ihnen nicht nur auf dem Feld, sondern auch neben dem Feld ein rotblaues Verhalten erwarten. Das heisst: Die Spieler sind für viele Kinder ein Vorbild, dessen müssen sie sich bewusst sein. Und wir erwarten von den Spielern, dass sie diese Verantwortung auch wahrnehmen. Sollte in ihrer Freizeit etwas passieren, dass diesem Vorbildcharakter nicht entspricht, suchen wir als erstes das Gespräch mit dem Spieler.

Anschliessend, überlegen wir uns, wie wir reagieren sollen. Soll nur passiv reagiert werden, das heisst, wenn Medien bzgl. dieses Vorfalls anfragen? Oder muss sogar – aus Image-Gründen gegenüber dem Spieler und dem Club – proaktiv seitens Club reagiert werden? Klar ist, dass schnell reagiert werden muss, besonders wegen den heutigen Online Medien und sozialen Medien, die Geschichten in Rekordtempo verbreiten.

Wie schaffst Du es, Themen für den FC Basel öffentlich zu besetzen, die über das einzelne Spiel oder die prominenten Spieler hinausgehen?
Indem man immer den gesamten Verein im Blick haben und dessen Entwicklungen sowie die öffentliche Wahrnehmung im Auge behalten muss. Auch wenn der Sport richtigerweise absolut im Zentrum steht: Der FCB ist mittlerweile mehr als ein Fussballclub, er ist ein Unternehmen mit verschiedenen Tätigkeitsfeldern geworden, die von öffentlichem Interesse sind. Deshalb werden solche Themen auch immer wieder medial besetzt.

Wie erfolgreich ist das hauseigene FCB-TV wirklich?
In der heutigen digitalen Welt werden Videos immer wichtiger. Seit der Anstellung eines hauseigenen Club-TV-Managers vor zwei Jahren konnten wir das FCB-TV redaktionell wie auch technisch weiterentwickeln. Ein neuer Player auf der Website hat es uns erlaubt, die Klickzahlen der Videos fast zu verdoppeln. Im Jahr 2017 verzeichneten wir über 1.5 Millionen Videoklicks, was rund 125‘000 Klicks im Monat sind. Zudem ist unser Bewegtbild-Content ein wichtiger Bestandteil unserer Social-Media-Plattformen. Auf Facebook erreichen wir mit den Videos tendenziell mehr Leute als auf der Website. So hatten wir im Jahr 2017 neun Millionen Videoaufrufe auf Facebook, wobei das bestperformendste Video alleine über 425‘000 Mal angeklickt wurde und insgesamt knapp 1.6 Millionen Personen erreicht hat. Aufgrund dieser Zahlen ist das FCB-TV für uns als Verein ein Erfolg.

Vielen Dank für das Interview