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Nach dem Shitstorm ist vor dem Shitstorm

Der „Migros-Shitstorm“

Sagen wir mal so: Hier finden sich alles richtige Experten-Hinweise zumMigros-Shitstorm. Beim genauen Hinsehen gibt es allerdings noch das eine oder andere differenzierende „ABER“ und „UND“.

Fussnoten im Sturm

1. Wirksame und „steuernde“ Kommunikation im Shitstorm ist begrenzt, sonst wäre es keiner.

2. Bei medialen Skandalisierungen und Empörungswellen (berechtigt oder nicht) heisst es, kühlen Kopf bewahren, angemessen reagieren und keine (kommunikativen) Schnellschüsse.

3. Community für die Vertrauensbildung langfristig pflegen und die „grossen“ Themen systematisch mit glaubwürdigen Inhalten und Haltungen langfristig bearbeiten. Die eigene Haltung ist dabei Rückgrat und Kompass, erst recht beim tobenden Bruder der Krise.

Eine bedeutende Rolle kommt dabei dem „Social Listening“ zu: der Fähigkeit, (nicht nur) der Community zuzuhören und die Themen-Temperaturen zu messen. Kommunikativ ist es wichtig zu verstehen, dass im Netz sehr unterschiedliche Kommunikations-Typen aktiv in Erscheinung treten, denn die überwiegende Mehrheit liest nur mit. Diese unterschiedlichen Typen sollten identifiziert und unterschiedlich behandelt werden. Eine gewachsene #Community (Community-Building und Community-Management), die Vertrauen zur Ihrer Organisation und Ihren Produkten hat, kann wirkungsvolle „Selbst-Reinigungs-Kräfte“ haben.

Das kleine ABC des Segelns im Shitstorm

Im Umgang mit aufziehenden Shitstorms hat sich bewährt:

1. Statement: „Ist angekommen.“

2. Zuhören & Analysieren.

3. Angemessene Reaktion.

4. Im Dialog bleiben. (Walk the talk.)

Sicher ist dabei nur eins: Nach dem Shitstorm ist vor dem Shitstorm. Aber auch morgen scheint wieder die Sonne.

Krisenkommunikation